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Kriech du und der Teufel

Melodie: Kaiserquartett von Joseph Haydn, 1797

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  1. Ja, verzeihlich ist der Großen
    Übermut und Tyrannei,
    denn zu groß und niederträchtig
    ist des Deutzschen Kriecherei.
    Sieht ein Deutscher seines Fürsten
    höchsterbärmlich schlechten Hund,
    tut er gleich in schönen Worten
    seine Viehbewundrung kund.

  2. Sieht ein Deutscher seines Fürsten
    altersschwaches steifes Pferd,
    ist er freudig doch ergriffen
    von des Gaules früherm Wert.
    Sieht ein Deutscher seines Fürsten
    allerältstes Hoffräulein,
    denkt er eine Bürgerstochter
    könne doch so schön nicht sein.

  3. Sieht ein Deutscher seines Fürsten
    jämmerlichsten Kammerherrn,
    steht er still und grüßt in Ehrfurcht,
    und er sieht ihm nach von fern.
    Sieht er nun den Fürsten selber,
    o, wie ist er dann entzückt!
    Wenn Durchlauchet ihn wieder grüßet,
    nun, dann ist er fast verrückt.

  4. Er erzählt es allen Menschen,
    welche Gnad ihm widerfuhr,
    daß Durchlaucht ihn hat gewürdigt
    mehr als eines Blickes nur.
    Er erzählet Kindeskindern:
    Ja, ich habe ihn gesehen!
    Und bei Gott! nun kann ich ruhig,
    ruhig in die Grube gehn.

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

 

 

 

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