[Anzeige] Freundschaften erhalten: Wie gründe ich eine Schülerverbindung? (Nichtkommerzielles Angebot)

Logo Studentenverbindungen in Frankfurt am Main

Startseite
Was ist neu?
Vorurteile?
Häufig gestellte
Fragen (FAQ)

Steckbriefe der
Verbindungen

Adreßliste
Studentenlieder
Korporierte
Biographien
Verbände
Städte
Fernsehen
Netzaktivitäten
Verweise

 

Alfred Rosenberg

Anmerkungen zur Person

Die Rubrik Biographien ist gerade erst im Entstehen. Da andere Seiten jedoch bereits auf Seiten dieser Rubrik verweisen, sind sie bereits freigeschaltet, auch wenn die Inhalte teilweise noch fehlen oder noch in sehr unfertigem Zustand sind.

[ Inhaltsverzeichnis ]

Corporation Rubonia Riga

Jedenfalls war Alfred Rosenberg als Architekturstudent aktiv bei der Coporation Rubonia zu Riga [1] (und nicht bei deren zeitweilig existierenden Zweigconvent in München [2]); das Politechnikum Riga wurde während des 1. Weltkrieges allerdings 1917 zeitweilig nach Moskau verlegt.

Rosenberg wurde am 2.3.1911 bei Rubonia Riga rezipiert [1] und ist später offenbar nie formal aus der Rubonia ausgetreten, denn hingegen bei anderen Personen in diesem Album ist es vermerkt.

Daß Rosenberg ferner auch Mitglied der Curonia Riga gewesen sein soll, erscheint sehr unwahrscheinlich, wenn nicht gar unmöglich.

Der Convent der Curonia siedelte erst um 1920 von Dorpat nach Riga um. Der Umzug lag daran, daß die vormalig deutschsprachige Universität Dorpat (estnisch: Tartu) auf einmal im neuen Estland estnischsprachig geworden war; die landsmannschaftlichen Wurzeln der Curonia aber in Kurland lagen, wo man höchstens noch die lettische Sprach beherrschte.

In den recht ausführlichen biographischen Angaben des Albun Rubonorum, die auch die nationalsozialische Tätigkeit nicht verschweigen, ist nichts davon vermerkt.

Ab 1919 war Rosenberg schon in München. Laut seinen Daten war er dort aber nicht im Zweigconvent der Rubonia aktiv, nur in Riga und Moskau: genauer Eintrag:

arch. 1919II-1915I in Riga, 1915I-1917II in Moskau. D. Eing.: Sept. 1910; Rz.: 2.2.1911. (Nr. 244), X, XX, ER.,BR.,Old.,Mp.

Zu Alfred Rosenberg erreichte die Redaktion folgende Zuschrift:

Wenn Alfred Rosenberg, auch bekannt als berüchtigter Ideologe des Nazi-Regimes, Mitglied einer studentischen Verbindung gewesen sein soll, so war er es sicherlich nicht lange.
In dem von Thilo von Throta 1943 herausgegebenen Buch Kampf um die Macht finden sich unter den Hetzschriften gegen »das Judentum« und »die Hochfinanz« einige Anmerkungen zu Verbindungsstudenten.
So schreibt er zum Deutschen Studententag in Würzburg im Völkischen Beobachter vom 26. Juli 1923: »Die Zeiten sind vorüber, da es noch halbwegs verzeihlich war, wenn junge Burschen von Politik, Wirtschaft und dergleichen nichts wissen wollten und sich in ihre feuchten Korpshäuser und Kneipen zurückzogen.« Er fordert von den Studenten zu wählen zwischen »völkischem Staatsgedanken« und zu bekämpfender »internationaler Staatsauffassung«.
Offensichlich existierten große Verbehalte gegen ihn.
So beklagt er auch, daß in der Presse, die von Studenten gelesen wird, die »noch von 'unbelehrbarem Antisemitismus' besessenen östereichischen Studenten« abgekanzelt werden.
Die Instrumentalisierung von Studentenverbindungen war offensichtlich sein Ziel.

 

Anmerkungen

[2]
Woldemar Helb, Album Rubonorum 1875-1972, Philisterverband der Rubonia, 1972, S. 164.
[1]
Baltisches Corps Rubonia München, gestiftet: 19.1.1924, Tochtercorps des Corps Rubonia Riga (16.5.1875), Farben: hellblau-weiß-schwarz, hellblaue Mützen, Kneipe: Dachauer Straße 41. Quelle: Der Fuchsmajor, Ein Hand- und Lehrbuch für Deutschlands Studentenschaft, 10. Auflage, Leipzig o. J. (ca. 1926).

Google-Suche

[ Inhaltsverzeichnis ]

 

 

Zurück Start Seitenanfang Weiter

[HTML-Syntax überprüfen]

Startseite    Impressum    Datenschutz    E-Mail    17. 7. 2004